Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS 2 IRO-1

STRABAG nutzt unterschiedliche Methoden, um Auswirkungen, Risiken und Chancen zu identifizieren. Für die Themen Klima, Wasser, Biodiversität, Menschenrechte sowie Business Compliance wurden im Berichtsjahr neben der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA: Double Materiality Assessment) weitere Risikoanalysen durchgeführt. Diese themenspezifischen Risikoanalysen dienen auch als Inputs für die Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Dabei wird sichergestellt, dass eine konsistente Bewertung erfolgt, indem derselbe Personenkreis sowohl an der DMA als auch an den übrigen Risikoprozessen beteiligt ist. Für die Themen E2 – Verschmutzung und E5 – Kreislaufwirtschaft wurden über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse hinaus keine vertieften Risikoanalysen durchgeführt. Daher erfolgten weder standortbezogene Analysen noch Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften.

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Verantwortlichkeiten auf einen Blick

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS 1 identifiziert STRABAG Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs: Impacts, Risks and Opportunities), die im Zusammenhang mit den vorgegebenen ESRS-Themen (inkl. Sub-Themen und Sub-sub-Themen) stehen. Die Wesentlichkeitsanalyse wird von der Einheit „Sustainability – Governance, Reporting & Data“ koordiniert und gemeinsam mit Expert:innen aus weiteren Unternehmenseinheiten durchgeführt, die durch ihre Rolle im Konzern eine relevante Expertise zu einem jeweiligen Thema vorweisen. Die Einbindung interner Stakeholder aus Zentral- und Konzernstabsbereichen und operativen Unternehmensbereichen ist angesichts der dezentralen Struktur von STRABAG entscheidend, um geschäfts- oder aktivitätsspezifische Faktoren sowie die Geschäftsbeziehungen, die sich entlang der Wertschöpfungskette ergeben, zu berücksichtigen. Neben dem konzerninternen Expertenwissen und themenspezifischen Risikoanalysen dienen auch Branchenreports und weitere wissenschaftliche Publikationen dem Zweck, IROs zu identifizieren und auf ihre Wesentlichkeit für STRABAG zu bewerten. Dadurch können baubranchenspezifische Risiken, aber auch Chancen abgeleitet werden, die eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Durchführung der Analyse darstellen. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse werden jährlich validiert, um wesentliche Ereignisse und Entwicklungen in die Bewertung einfließen zu lassen und so ein Monitoring der Auswirkungen, Risiken und Chancen sicherzustellen. Die Ergebnisse werden dem CEO und CFO jährlich vorgelegt und von diesen freigegeben.

Weitere Informationen zum Vorgehen sind in den nachstehenden Beschreibungen enthalten:

Eine umfassende Neubewertung aller ESRS-Themen fand zuletzt für das Geschäftsjahr 2023 statt. Dazu fanden interaktive und themenspezifische Workshops mit internen Expert:innen statt, um zunächst Berührungspunkte zu einem ESRS-(Sub- und Sub-sub-)Thema zu identifizieren und daraus entsprechende IROs abzuleiten und zu bewerten. Teil der Workshops war auch die Identifizierung von Abhängigkeiten zwischen den einzelnen IROs. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse werden jährlich validiert, um etwaige Ereignisse und Entwicklungen in die Bewertung einfließen zu lassen und so ein Monitoring der Auswirkungen, Risiken und Chancen sicherzustellen.

Die Einbindung externer Stakeholder erfolgte zuletzt während des Stakeholder-Dialogs im September 2024. Im Rahmen von mehreren Gruppendiskussionen wurden weitere Perspektiven und Meinungen zu ausgewählten Themenaspekten eingeholt, deren Wesentlichkeit intern zuvor besonders diskutabel waren. Durch das Abfragen und Diskutieren von Berührungspunkten, Herausforderungen und Chancen zu den eingebrachten Themen konnten die bis dahin aus der Analyse hervorgegangenen Ergebnisse validiert werden. Dazu wurden die bis dahin intern vorgenommenen Bewertungen mit den Inputs der externen Stakeholder abgeglichen, um bei den Themen zwischen relevanten und weniger relevanten Ausprägungen zu unterscheiden.

Softwaregestütztes Vorgehen seit 2025

Für das Geschäftsjahr 2025 wurden die Ergebnisse von „Sustainability – Governance, Reporting & Data“ sowie den eingebundenen Expert:innen auf Aktualität, Plausibilität und Relevanz geprüft. Darüber hinaus hat STRABAG eine Software implementiert und geringfügige methodische Anpassungen vorgenommen. Diese Tätigkeiten hatten den Zweck einer strukturierteren Durchführung und Dokumentation der Wesentlichkeitsanalyse und hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse.

Entsprechend den ESRS-Vorgaben werden alle identifizierten Auswirkungen hinsichtlich ihres Ausmaßes, ihrer Reichweite, ihrer Umkehrbarkeit und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Folgende Dimensionen und dahinterstehende Skalen werden herangezogen:

  • Ausmaß (1-5): Die Bewertung des Ausmaßes gibt an, wie stark die Auswirkungen sind. Zur Einschätzung wurde berücksichtigt, wie groß der von einer Auswirkung betroffene Personenkreis und/oder Umweltbereich ist. Eine hohe Bewertung des Ausmaßes gibt an, dass nahezu alle relevanten Stakeholder oder Umweltbereiche von einer umfassenden Auswirkung betroffen sind.
  • Reichweite (1-5): Die Bewertung der Reichweite gibt an, über welchen räumlichen Umfang sich die Auswirkungen erstrecken. Zur Einschätzung wurde berücksichtigt, ob die Auswirkungen ausschließlich lokal (z. B. auf einer Baustelle), darüber hinaus im regionalen oder nationalen Umfeld oder über Ländergrenzen hinweg auftreten. Eine hohe Bewertung der Reichweite weist darauf hin, dass die Auswirkungen großräumig bis hin zu global wirksam sind.
  • Umkehrbarkeit (1-5; für negative Auswirkungen): Die Bewertung der Umkehrbarkeit gibt an, inwieweit die Auswirkungen rückgängig gemacht oder gemindert werden können. Dabei wurde berücksichtigt, ob Auswirkungen vollständig und ohne dauerhafte Schäden reversibel sind oder ob langfristige bzw. permanente Schäden verbleiben. Eine hohe Bewertung der Umkehrbarkeit bedeutet, dass die Auswirkungen überwiegend oder vollständig irreversibel sind.
  • Eintrittswahrscheinlichkeit (für potenzielle Auswirkungen): unwahrscheinlich; wahrscheinlich; sehr wahrscheinlich

Die Bewertung von Auswirkungen ergibt sich aus der Summe der Faktoren Ausmaß, Reichweite und Umkehrbarkeit, die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Das Ergebnis wird durch die maximal erreichbare Punktzahl geteilt, um eine normierte Bewertung zu erhalten. Der Wert wird anschließend skaliert, um diesen auf einer 5-Punkte-Skala zu verorten. Werden negative Auswirkungen auf Menschenrechte identifiziert, wird deren Schweregrad vorrangig gegenüber der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Für alle Typen von Auswirkungen (negativ / positiv, potenziell / tatsächlich) wird ein Schwellenwert von 3 angesetzt. Anhand dieses Schwellenwertes lassen sich die IROs priorisieren.

Identifizierte Risiken und Chancen auf STRABAG werden anhand ihres Ausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet:

  • Ausmaß (1-5): Die Bewertung des finanziellen Ausmaßes gibt an, wie stark Risiken oder Chancen die finanzielle Lage des Unternehmens beeinflussen. Zur Einschätzung wurde berücksichtigt, ob Auswirkungen lediglich kurzfristiger, operativer Natur sind oder strategische Bedeutung erlangen. Eine hohe Bewertung des finanziellen Ausmaßes weist darauf hin, dass wesentliche finanzielle Verluste oder Chancen auftreten können und zentrale Geschäftsprozesse, Marktpositionen oder Kundenbeziehungen erheblich beeinflusst werden.
  • Eintrittswahrscheinlichkeit: unwahrscheinlich; wahrscheinlich; sehr wahrscheinlich

Die Bewertung des Risikos bzw. der Chance ergibt sich aus dem Produkt von Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dividiert durch die Höchstpunktzahl ergibt sich eine normierte Bewertung. Der Wert wird anschließend skaliert, um diesen auf einer 5-Punkte-Skala zu verorten. Der Schwellenwert wird ebenfalls bei 3 angesetzt.

IROs, die mindestens den Schwellenwert von 3 erreichen, werden in der Berichterstattung berücksichtigt: sie werden sowohl aggregiert tabellarisch dargestellt als auch in jeweiligen Themenkapiteln näher ausgeführt. Eine Priorisierung von ESG-Risiken gegenüber anderen identifizierten Risikokategorien (vgl. Risikomanagement) findet nicht statt.

Die Interpretation der beschriebenen Chancen und Risiken im ESG-Bereich (Umwelt, Soziales, Governance) erfordert eine differenzierte Betrachtung. Zur Identifikation umweltbezogener Chancen und Risiken werden auf Basis interner Erfahrungswerte – beispielsweise hinsichtlich der Erweiterung des Dienstleistungsportfolios oder potenzieller Kostensteigerungen – auch quantitative Analysen herangezogen. Gegenüber der Chancen- und Risikobewertung im Umweltbereich ist das Vorgehen für soziale Themen deutlich komplexer. Chancen im sozialen Bereich wirken langfristig und stärken zwar die Resilienz des Unternehmens, sind jedoch nur schwer in monetäre Größen zu übersetzen. Für die Einschätzung solcher Chancen und Risiken wird daher überwiegend auf externe Datenquellen wie wissenschaftliche Studien und Branchenanalysen zurückgegriffen.

Physische und transitorische Klimarisikoanalyse

Über die Wesentlichkeitsanalyse hat STRABAG Auswirkungen, Risiken und Chancen für die Themenbereiche Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel sowie Energie identifiziert und bewertet. Im Jahr 2023 wurde erstmalig das Geschäftsmodell der STRABAG SE auf seine Vulnerabilität hinsichtlich physischer und transitorischer Klimarisiken bewertet.

Die 2024 durchgeführte Klimarisikoanalyse bietet eine erweiterte Perspektive, indem sie spezifische Risiken und Chancen für STRABAG identifiziert, die der Klimawandel mit sich bringt. Durch die Analyse physischer Risiken (z. B. Wetterextreme) und transitorischer Risiken (z. B. gesetzliche Vorgaben) unterstützt sie dabei, relevante Klimafaktoren zu identifizieren, die sowohl die Geschäftsstrategie beeinflussen – welche im Hinblick auf kurz-, mittel- und langfristige Risiken regelmäßig überprüft wird – als auch die langfristige Wertschöpfung.

Um den Reifegrad der Klimarisikoanalyse weiterzuentwickeln und um weitere Standorte in die Analyse einfließen zu lassen, wurde 2025 eine Software zugekauft. Die Integration der bisherigen Ergebnisse in die Plattform und Erweiterung der Standortanalysen wird schrittweise durchgeführt. Die daraus entstandenen Erkenntnisse werden in den kommenden Jahren offengelegt.

Physische Klimarisikoanalyse

Im Zuge des Projektes wurden wesentliche Aktivitäten der eigenen Geschäftstätigkeit sowie entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette evaluiert, um die physischen Klimarisiken zu bewerten. Dabei wurde die tatsächliche sowie potenzielle Vulnerabilität von STRABAG anhand der Exposition auf Kurz-, Mittel- und Langfristigkeit analysiert.

Um eine aussagekräftige Analyse der physischen Klimaeffekte auf das Unternehmen durchzuführen, wurde eine gezielte Auswahl der relevanten Standorte entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette vorgenommen. Dabei wurde die vorgelagerte Wertschöpfungskette durch die Analyse von Lieferant:innen, deren Standorte sowie der Risikoexposition relevanter Baustoffe abgedeckt. Die analysierten Standorte befinden sich überwiegend in Zentral- und Osteuropa, da hier ein wesentlicher Anteil des Projekt- und Baustoffproduktionsgeschäfts angesiedelt ist und die primären Lieferstandorte somit hier liegen. Für STRABAG decken die fertiggestellten Bauprojekte, die im Zuge der physischen Klimarisikoanalyse analysiert wurden, sowohl die eigene Geschäftstätigkeit als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette ab.

Dabei wurden im ersten Schritt Untersuchungsobjekte identifiziert, die den Bereichen Geschäftstätigkeit, eigene Vermögenswerte sowie der Wertschöpfungskette angehören, und anhand von Faktoren wie der erwirtschafteten Leistung je Konzernland, den Ausgabenvolumina je fremdbezogenen Baustoffen und der konzerneigenen Baustoffproduktionsmenge analysiert. Diese Analyse wurde von Expert:innen im Konzern unterstützt. Ziel war es, repräsentative Standorte für die Cluster festzulegen, die eine strategische und finanzielle Relevanz haben und die größtmögliche Abdeckung der Konzerntätigkeit abbilden. Die Standortauswahl fokussierte sich auf Werte aus dem Geschäftsjahr 2023, die in Workshops mit internen Expertengruppen validiert wurden. Die Risikobewertung wurde im Jahr 2024 erstmals durchgeführt und die wesentlichen Ergebnisse wurden durch den Vorstand als oberstes Leitungsgremium freigegeben.

Im zweiten Schritt wurden die ausgewählten Standortkoordinaten in eine Software für Klimaanalysen übertragen und darin - je definierter Klimagefahr - die Expositionswerte anhand des gewählten Klimaszenarios von RCP8.5/SSP5-8.5 ausgewertet. Die verpflichtend auszuwählenden Klimaszenarien beschreiben Weltzustände, in denen die Emissionen ohne politische Veränderungen weiterhin in den aktuellen Raten steigen, was bis 2100 zu einer globalen Erderwärmung von etwa 4 °C führt.

Im Rahmen der erstmaligen Analyse im Jahr 2024 wurde bewusst das RCP8.5/SSP5-8.5 Klimaszenario gewählt, um die Resilienz des Geschäftsmodells gegenüber physischen Klimarisiken zu prüfen. Dadurch konnte eine belastbare Einschätzung der potenziellen Betroffenheit sichergestellt werden. Im Geschäftsjahr 2026 wird die Analyse um weitere Klimaszenarien erweitert, um den Resilienztest gegenüber physischen Risiken weiter zu verbessern. Die für die Klimaszenarioanalyse verwendeten Annahmen sind mit den klimabezogenen Schätzungen in den Finanzberichten abgestimmt.

Die für die Klimarisikoanalyse genutzte Software basiert auf Klimaprojektionen, die globale und regionale Modelle kombinieren, welche aus Klimamodellen der CORDEX-Initiative stammen. Einige andere Indikatoren stammen aus externen Datenbanken (Aqueduct Globale Plattform für Wasserstress, Überschwemmungen in Küstengebieten und Flüssen oder die CATNAT-Plattform für Naturkatastrophen). Die Schadensfunktionen beruhen auf den Klimagefahren bzw. den dazu gehörenden Indikatoren, die aus öffentlich verfügbaren Klimadatenbanken wie Copernicus, WIR, ESGF, CATNAT und Arup stammen.

Im finalen Schritt der physischen Klimarisikoanalyse wurde gemeinsam mit Fachexpert:innen aus ausgewählten Unternehmens- und Zentralbereichen die Sensitivität der untersuchten Standorte bewertet. Dabei wurden die Wahrscheinlichkeit, das Ausmaß, die Dauer sowie die geografischen Koordinaten berücksichtigt. Ebenso wurde die Exposition der Aktivitäten und Lieferketten von STRABAG gegenüber diesen Werten über drei Zeithorizonte hinweg analysiert.

Die für STRABAG relevanten Risiken und Chancen (Bruttobetrachtung) wurden mittels Szenarioanalyse für kurzfristige (bis 2030), mittelfristige (bis 2040) und langfristige (bis 2085) Zeithorizonte qualitativ bewertet, um deren potenzielle Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten abzuschätzen. Die kurz- und mittelfristigen Zeithorizonte orientieren sich dabei an der Konzernstrategie 2030: People. Planet. Progress. sowie dem Klimaneutralitätsziel 2040. Die langfristigen Folgen wurden mit Blick auf die Lebensdauer von Assets abgeleitet. Dabei wurden keine wesentlichen Klimarisiken von der Risikoanalyse ausgeschlossen.

In der folgenden Tabelle werden die identifizierten wesentlichen physischen Klimarisiken, die Risikopotenziale für das Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bergen, beschrieben.

Beschreibung physischer Klimarisiken

Akute Klimarisiken: Extremwetter, Hitze und Niederschlag

Die Tätigkeiten im Baugewerbe finden überwiegend im Freien statt, was für die Mitarbeitenden und Maschinen eine erhöhte Vulnerabilität mit sich bringt. Potenzielle Auswirkungen, die insbesondere durch akute Extremwetterereignisse wie Starkregen oder Hitzewellen eintreten können, betreffen primär die eigene Geschäftstätigkeit. Auswirkungen können mittel- und langfristig zu temporären Baustopps führen.

Chronische Klimarisiken: Dürre und Temperatur­anstieg

Chronische Effekte wie dauerhafte Dürreperioden und steigende Temperaturen beeinflussen langfristig die Geschäftstätigkeit und die Mitarbeitenden. Sie können zu erhöhten Staubbelastungen auf innerstädtischen Baustellen führen und erfordern somit Anpassungen in der Bauwerksplanung, um den neuen klimatischen Anforderungen gerecht zu werden.

Transitorische Klimarisikoanalyse

Im Rahmen der Analyse der klimabezogenen Auswirkungen auf das Unternehmen wurden relevante Ereignisse identifiziert, die sich aus dem Übergang zu einer 1,5 °C-konformen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ergeben. Diese Ereignisse betreffen die Geschäftstätigkeiten und Vermögenswerte der eigenen Wertschöpfungskette, sowie jene entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette von STRABAG. Anschließend wurde deren Exposition gegenüber diesen Auswirkungen analysiert. Darauf aufbauend wurden die daraus resultierenden Konsequenzen für kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte bewertet. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette wurde durch die Betrachtung der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten inkludiert. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette wurde unter anderem unter Berücksichtigung von Risiken wie der Änderung des Verbraucherverhaltens und der Unsicherheit in Bezug auf Marktsignale analysiert.

Im ersten Schritt wurde das Übergangszenario NZE 2050 der Internationalen Energieagentur (IEA) herangezogen, die ein Erreichen des 1,5 °C-Temperaturziels bis 2050 und dahinter liegende Annahmen beschreibt. Zu diesen gehören etwa eine rasche Einführung effizienter Technologien und nachhaltiger Energieversorgungssysteme, die STRABAG zur Bewertung der Auswirkungen untersucht hat. Konkret hat STRABAG ihre Geschäftstätigkeit, Vermögenswerte und Lieferkette hinsichtlich ihrer Exposition gegenüber folgenden Transitionsereignissen analysiert:

  • CO2e-Ziele der zentralen Baustofflieferant:innen,
  • höherer erneuerbarer Energiebedarf und die damit verbundenen Risiken der Versorgungssicherheit und Kosten,
  • Preisentwicklungen bei fossilen Energieträgern,
  • steigende CO2e-Preise für emissionsintensive Industrien, die sich durch den Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) und den europäischen Emissionshandel (ETS) prognostizieren lassen.

Durch die Kombination eines ambitionierten 1,5 °C-Szenarios und eines Szenarios mit starken physischen Risiken deckt die Analyse sowohl Übergangs- als auch physische Risiken ab. Diese Szenarien repräsentieren die Bandbreite der nach aktuellem Forschungsstand plausiblen globalen Klimapfade und ermöglichen eine robuste Einschätzung der Resilienz unseres Geschäftsmodells. Die Analyse wird in den kommenden Jahren mit zusätzlichen transitorischen Klimaszenarien erweitert, um den Resilienztest gegenüber transitorischen Ereignissen zu verbessern.

Im zweiten Schritt wurde die Relevanz gemeinsam mit den Fachexpert:innen und einem Beratungsunternehmen diskutiert, um daraufhin die Sensitivität des Konzerns gegenüber diesen Risiken und Chancen zu beschreiben. Dabei wurde festgehalten, ob es einen Berührungspunkt in der Wertschöpfungskette gibt und welche Auswirkungen daraus zu erwarten wären. Bei der Bewertung der Sensitivität gegenüber Übergangsereignissen wurden gezielt operative und zentrale Fachbereiche einbezogen, um die größtmögliche Abdeckung der betroffenen Wertschöpfungskette sicherzustellen.

In der untenstehenden Tabelle sind die ausgewählten Übergangsereignisse, deren Auswirkungen, Eintrittswahrscheinlichkeiten, die Dauer der Ereignisse und das Ausmaß der potenziellen wesentlichen Risiken über drei Zeithorizonte (2030, 2040 und 2050) aggregiert dargestellt. Bei dieser Analyse wurden keine wesentlichen Klimarisiken aus der Risikoanalyse ausgeschlossen. Ebenso konnten keine wesentlichen eingeschlossenen Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit den wichtigsten Vermögenswerten und Produkten identifiziert werden, die die Erreichung des langfristigen Emissionsreduktionsziels oder der Übergangsrisiken gefährden könnten.

Beschreibung transitorischer Risiken

Künftige Mandate und Regulierungen

Mandate der Europäischen Union (EU) wie der Circular Economy Action Plan, die europäische Entwaldungsverordnung (EUDR), die europäische Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) oder produktspezifische Verordnungen wie die Baustoffverordnung, Ökodesign-Richtlinie und die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringen veränderte Anforderungen mit sich, auf die Bauunternehmen vorbereitet sein müssen. Investitionskosten für den Einsatz nachhaltiger Technologien, Anpassungskosten und Mindestquoten von Recycling-Baustoffen aufgrund erweiterter Auflagen sind einige potenzielle Kostenfaktoren. Die Gefahr von Ausschlüssen bei Vergabeverfahren aufgrund einer fehlenden Einhaltung von neuen Nachhaltigkeitsanforderungen stellt ebenfalls eine potenzielle Auswirkung dar.

Nachfrage nach emissionsarmen Produkten und Dienstleistungen

Der Einsatz neuer Technologien, der durch die Nachfrage nach emissionsarmen Produkten und Dienstleistungen entsteht, bringt sowohl Risiken als auch Chancen mit sich. Eine ambitionierte Klimazielsetzung verlangt die Investition in neue Technologien, die am Markt kurzfristig potenziell nicht den üblichen Preisen entsprechen, mit denen jedoch langfristig signifikante Wettbewerbsvorteile erzielt werden könnten.

Steigende Rohstoff- und Energiekosten

Transitorische Auswirkungen für Bauunternehmen aufgrund steigender Rohstoff- und Energiepreise können stark variieren. Anhand der Szenarien der Internationalen Energieagentur (IEA) und des World Economic Outlook (WEO) lässt sich ableiten, dass bis 2050 bestimmte Rohstoffe nicht in ausreichender Menge verfügbar sein werden, um den Bedarf für die 1,5 °C-Transition zu decken. Eine gesteigerte Effizienz sowie ein erhöhter Recyclinganteil werden notwendig sein, um langfristig die steigenden Kosten auszugleichen.

Beschreibung transitorischer Chancen

Potenzial für Umsatzzuwachs durch neue Geschäftsmodelle

Es werden langfristig veränderte Anforderungen der Auftraggeber:innen in Richtung emissionsarmer und energieeffizienter Baudienstleistungen erwartet, womit der Entwicklung und dem Ausbau von umweltfreundlicheren Dienstleistungen und Produkten im Bausektor Wachstumschancen prognostiziert werden.

Risikominimierung durch Nachhaltigkeits­strategie und Zielsetzungen

STRABAG sieht durch die Dekarbonisierung ihrer Wertschöpfungskette signifikante Geschäftschancen, um eine Resilienz vulnerabler Geschäftsaktivitäten gegenüber transitorischen Effekten zu stärken. Diese können als Hebel zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle führen, welche die Marktposition in den Kernmärkten weiter festigen könnten.

Resilienz gegenüber Klimarisiken bestätigt

STRABAG hat 2025 die Resilienz ihrer Strategie und Geschäftsmodelle im Kontext des Klimawandels analysiert und dabei wesentliche physische sowie transitorische Klimarisiken berücksichtigt. Im Rahmen dieser Analyse wurden sowohl die eigenen Geschäftsaktivitäten als auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette hinsichtlich der Auswirkungen klimabedingter Risiken auf ihre Widerstandsfähigkeit geprüft. Die Analyse basiert auf dem NZE-Szenario (Netto-Null-Emissionen bis 2050) der Internationalen Energieagentur und orientiert sich an denselben Zeithorizonten (kurz-, mittel- und langfristig) wie die transitorische Risikoanalyse.

Die Bewertung der Resilienz des Geschäftsmodells erfolgte durch eine Überleitung der wesentlichen physischen und transitorischen Bruttorisiken zu Nettorisiken. Für jedes identifizierte Risiko wurden bestehende und geplante strategische Maßnahmen sowie Investitionsüberlegungen zur Klimawandelanpassung gegenübergestellt, die zur Reduktion der Bruttorisiken beitragen. Im Zuge der Analyse wurden zudem Unsicherheiten hinsichtlich des Umfangs und des Zeitpunkts der Preisentwicklung nachhaltiger Rohstoff- und Energieträger sowie der zukünftigen Kundennachfrage nach nachhaltigen Produkten dokumentiert. Es wurden keine risikobehafteten Vermögenswerte oder Geschäftstätigkeiten identifiziert. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass das Geschäftsmodell und die Strategie von STRABAG resilient gegenüber wesentlichen Klimarisiken sind. Diese beruht auf drei zentralen Faktoren: der Diversifikation der Geschäftsaktivitäten, strategisch ausgerichteten Maßnahmen sowie den geplanten finanziellen Mitteln, um aktiv Chancen im Kontext des Klimawandels zu nutzen.

Wasserrisikoanalyse

Zur Identifikation und Bewertung standortbezogener Wasserrisiken wurde im Konzern erstmalig eine konzernweite Risikoanalyse unter Anwendung des Aqueduct Water Risk Atlas vom World Resources Institute durchgeführt. Dabei wurden Standorte im Eigentum von STRABAG berücksichtigt. Das Tool basiert auf einer Vielzahl hydrologischer, klimatischer und sozioökonomischer Datensätze und bewertet verschiedene Dimensionen von Wasserrisiken. Dazu zählen physische Risiken (z. B. Wasserknappheit, Überschwemmungen, Veränderungen der Wasserverfügbarkeit und -qualität), regulatorische Risiken (z. B. strengere Entnahmevorgaben, veränderte Wasserpreise oder -rechte) sowie reputationsbezogene Risiken, die sich etwa aus Nutzungskonflikten mit lokalen Gemeinschaften ergeben können.

Für die Analyse wurde der Aqueduct Water Risk Atlas in der Version 4.0 verwendet. Die Bewertung erfolgte im November 2025 auf Basis der im Tool bereitgestellten global harmonisierten hydrologischen, klimatischen und sozioökonomischen Datensätze. Aqueduct 4.0 integriert unter anderem Datenquellen der FAO, NASA, GRDC sowie modellierte hydrologische Szenarien des World Resources Institute.

Die Analyse ermöglicht eine vergleichbare Einschätzung der Risiken auf Standortebene und unterstützt die Priorisierung von Handlungsbedarfen im Wassermanagement. Im Rahmen der Auswertung wurden alle im Aqueduct-Modell verfügbaren physischen, regulatorischen und reputationsbezogenen Risikoparameter berücksichtigt. Für die standortbezogene Priorisierung wurden insbesondere die vom Tool ausgegebenen Indikatoren zum Baseline Water Stress (BWS) herangezogen. Es wurden ausschließlich die original vom Tool ausgegebenen Werte verwendet. Eine nachträgliche Anpassung oder Gewichtung der Parameter erfolgte nicht.

Die Ergebnisse werden standortbezogen ausgewertet, um eine Priorisierung der Standorte in Abhängigkeit von der Höhe des identifizierten Wasserrisikos vorzunehmen. Standorte mit den BWS-Labels „High“ (Kategorie 3) und „Extremely High“ (Kategorie 4) wurden als potenziell wesentlich risikobehaftet identifiziert und einer vertieften Betrachtung zugeordnet, sodass sie gezielt bewertet und Managementmaßnahmen priorisiert werden können. Für Standorte in Gebieten mit hohem Wasserstress wird der Wasserverbrauch gesondert ausgewiesen. Die Bewertung der Standorte erfolgte entsprechend der Systematik des Aqueduct-Modells auf Ebene von Flusseinzugsgebieten (river basins).

Standortbezogene Biodiversitätsrisikoanalyse

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden für das Thema Biodiversität auch systemische Risiken berücksichtigt, die STRABAG auf einer übergeordneten Ebene betreffen und die sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette haben können. Es erfolgten keine Konsultationen mit potenziell betroffenen Gemeinschaften.

Neben der konzernweiten Wesentlichkeitsanalyse führt STRABAG eine standortbezogene Biodiversitätsrisikoanalyse durch. Die Bewertung der Risiken erfolgt seit 2025 anhand eines Nature Risk Score, der naturbezogene Abhängigkeiten, potenzielle Auswirkungen und die ökologische Sensitivität kombiniert. Die angewandte Methodik orientiert sich am international anerkannten LEAP-Framework der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD). Dieses Vorgehen stellt sicher, dass naturbezogene Risiken strukturiert erfasst werden, von der Lokalisierung relevanter Standorte über die Bewertung von Abhängigkeiten und potenziellen Auswirkungen bis hin zur Risikoeinschätzung. Die eingesetzte Systematik kombiniert standortspezifische Daten mit globalen Biodiversitätsinformationen und ermöglicht eine konsistente Bewertung ökologischer Sensitivitäten. Damit wird gewährleistet, dass sowohl die Lage in Bezug auf Schutzgebiete als auch das naturbezogene Risikoausmaß in die Analyse einfließen.

Dazu wurden sämtliche Standorte im STRABAG-Eigentum in ein standortbasiertes Analysemodell überführt, das geografische Informationen und naturbezogene Indikatoren miteinander verknüpft. Der Standortkatalog umfasst unter anderem Gewinnungsstätten, Produktionsanlagen, Werkstätten, Lagerhallen, Deponien, Bürogebäude und unbebaute Grundstücke. Baustellen, auch solche mit längerer Laufzeit, wurden wie bisher nicht in den Analyseumfang einbezogen. Für jeden Standort wurde ein naturbezogenes Risikoprofil abgeleitet, das potenzielle Auswirkungen auf Biodiversität sowie standortbezogene Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen systematisch erfasst. Die Identifikation erfolgte anhand standortspezifischer Aktivitätsprofile und global verfügbarer Datensätze zu regulierenden, bereitstellenden und unterstützenden Ökosystemleistungen (z. B. Wasserverfügbarkeit, Bodenstabilität, Erosionsschutz, lokale Klimaregulation). Abhängigkeiten entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette werden nicht berücksichtigt.

Die zugrunde liegende Bewertungslogik kombiniert drei Elemente:

  • naturbezogene Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen (Dependency Risk),
  • potenzielle Auswirkungen des Standortes auf Ökosysteme und Biodiversität (Impact Risk),
  • sowie einen daraus abgeleiteten konsolidierten Risikowert (Nature Risk Score), der die relative Bedeutung eines Standortes im Hinblick auf naturbezogene Risiken abbildet.

Der Nature Risk Score wird aus der gewichteten Zusammenführung von Dependency Risk und Impact Risk berechnet und unterscheidet zwischen fünf Bewertungsstufen. Die beiden höchsten Bewertungsstufen „high“ und „very high“ sind als Schwellenwerte definiert, ab deren Erreichen Standorte als potenziell wesentlich gelten und einer vertieften Analyse unterzogen werden. Bewertungskriterien umfassen Art der Aktivitäten, Inanspruchnahme von Ökosystemleistungen, potenzielles Ausmaß negativer Auswirkungen auf Lebensräume sowie die ökologische Sensitivität des Umfelds. Zur vertieften Analyse von Standorten, deren Nature Risk Score diese Schwellenwerte erreicht, erfolgt eine geografische Sensitivitätsanalyse auf Basis international anerkannter Datensätze zu Schutzgebieten und Gebieten hoher Biodiversitätsrelevanz, darunter die World Database on Protected Areas und Key Biodiversity Areas.

Menschenrechtliche Risikoanalyse

Zur Analyse menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette wurde eine Methodik aufgebaut, um über Länder- und Branchenrisiken potenzielle negative Auswirkungen auf Menschen und ihre natürlichen Lebensgrundlagen zu identifizieren. Im Jahr 2025 wurde die Methodik der Risikoanalyse im eigenen Geschäftsbereich erstmals konzernweit angewandt. Eine Ausweitung der Methodik auf die Lieferant:innen ist künftig geplant. Die Methodik der Risikoanalyse basiert auf relevanten Quellen sowie gesetzlichen Anforderungen (vgl. Handreichungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Deutschland) und beruht auf international anerkannten Risikobewertungen. Über Länderrisikoanalysen werden Risiken, die die politische und kulturelle Situation eines Landes in Bezug auf Menschen- und Umweltrechte beschreiben, identifiziert und Indizien auf mögliche Verstöße im Unternehmen oder bei Lieferant:innen geliefert. Mittels Branchenrisikoanalyse werden branchenspezifische menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken ermittelt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Methodik erfolgt zentral im Corporate Responsibility Office, das auch die Durchführung unter Einbindung operativer Einheiten koordiniert. Die Konkretisierung und Priorisierung von Risiken erfolgt nach den Angemessenheitskriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad. Die Ergebnisse werden anschließend mithilfe der Expertise operativer Bereiche, wie etwa Unternehmensbereichsleitungen und des Einkaufs, plausibilisiert, um eine realistische und belastbare Analyse zu gewährleisten. Die priorisierten menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken werden mit bereits bestehenden Maßnahmen in den Unternehmensbereichen des STRABAG-Konzerns abgeglichen und die Maßnahmen bei Bedarf entsprechend angepasst.

Bei der Risikobetrachtung liegt der Fokus auf den besonders vulnerablen Personengruppen. Zu den identifizierten vulnerablen Personengruppen zählen beispielsweise Mitarbeiter:innen und Beschäftigte von Nachunternehmen sowie Beschäftigte mit manuellen und körperlichen Tätigkeiten, vor allem mit Sprachbarrieren. Darüber hinaus gehören einkommensschwache Menschen, die ihre Rechte nicht kennen, sowie Kinder dazu. Der Prozess der Risikoanalyse sieht derzeit keine strukturierte Einbeziehung von potenziell betroffenen Stakeholdern vor. Durch einen laufenden Austausch mit Stakeholdern und/oder deren Interessensvertreter:innen fließen allerdings entsprechende Sichtweisen in den Prozess der Risikobewertung ein. Konkret werden auch eingegangene Meldungen in der Hinweisgeberplattform berücksichtigt, um die Bewertung von Risiken vorzunehmen.

In der Baubranche besteht unter anderem durch den Umgang mit großen und schweren Maschinen, durch Arbeiten in Höhen und Tiefen sowie durch potenziell körperlich belastende Tätigkeiten ein erhöhtes Risiko für die Gefährdung von Beschäftigten auf der Baustelle. Bautätigkeiten, die bestehende Systeme verändern, können potenziell negative Auswirkungen auf die natürlichen Grundlagen von lokalen Gemeinschaften haben, etwa durch Staubemissionen während der Bauphase. Ungleichbehandlung in der Beschäftigung kann bei der Einstellung von Personal, bei der Personalentwicklung sowie im Umgangston auftreten –  etwa aufgrund des Geschlechts, einer Behinderung oder der sozialen bzw. ethnischen Herkunft. Diese Risiken bestehen sowohl in den europäischen Kernmärkten als auch in unseren internationalen Märkten. Die Verbreitung von Vermittlungsagenturen sowie die unautorisierte Weitervergabe von Aufträgen sind Faktoren, die das Risiko für Zwangsarbeit im außereuropäischen Tätigkeitsbereich der STRABAG SE, sowohl bei den Bautätigkeiten als auch im Dienstleistungsbereich, erhöhen. Es gibt keine STRABAG-Gesellschaften, die ein stark erhöhtes Risiko für Kinderarbeit aufweisen. Das Bewusstsein über diese möglichen Risiken sowie daraus abgeleitete Maßnahmen und implementierte Regelwerke sollen die Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Risiken dauerhaft minimieren. In unseren Konzernrichtlinien ist die Definition der vulnerablen Personengruppen nicht enthalten, da die Richtlinien für alle Personengruppen gelten.

Compliance Risikoanalysen

Das Verfahren zur Risikobewertung wird im Anhang Business Compliance-Risikoanalyse als Teil des übergreifenden Business Compliance Management-Systems beschrieben. Die Festlegung der Risikofelder beruht auf der Geschäftstätigkeit von STRABAG als international tätigem Baukonzern und wird durch langjährige Erfahrung und Branchenkenntnis bestätigt. Mit Unterstützung des operativen Managements, der Konzernstabsbereiche Interne Revision, Contract Management and Legal (CML), Bau-, Rechen- und Verwaltungszentrum (BRVZ) und dem Bereich Business Compliance (BC; angesiedelt im Corporate Responsibility Office) wurden konkrete Risikofelder definiert. Der internationalen Ausrichtung und Organisation von STRABAG in Geschäftsfeldern entsprechend, stellt die Risikoanalyse nicht auf Betriebsstätten und Standorte, sondern auf Organisationseinheiten ab. Diese können geografisch oder nach Geschäftsfeldern strukturiert sein. Die Ermittlung und Einschätzung von Korruptionsrisiken resultiert aus den Erfahrungen der operativen Einheiten, der Konzernstabsbereiche und der Zentralbereiche, um auf Konzernebene auf Vorfälle reagieren zu können.

Im Rahmen der Risikoanalyse werden alle Unternehmens-, Zentral- und Konzernstabsbereiche u. a. einer Überprüfung des Korruptionsrisikos unterzogen und in regelmäßigen Intervallen basierend auf den fortlaufenden Erfahrungsberichten reevaluiert. Auf prozessualer Ebene basiert die Risikoanalyse auf den fortlaufenden Erfahrungsberichten zu Vorfällen, als auch auf der periodischen Befragung der jeweiligen Einheiten zur Risikoentwicklung innerhalb ihres Tätigkeitsfelds. Diese Befragung wird durch das jährliche Management Business Compliance Reporting durchgeführt.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS 2 SBM-3

Veränderungen zum Vorjahr

Das Thema E3 – Wasser wurde für das Geschäftsjahr 2025 erstmalig als wesentlich bewertet. Bereits im Vorjahr wurde anhand von Branchenreports eine steigende Dringlichkeit des Themas anerkannt, insbesondere durch die Verschränkungen zu Umweltthemen wie Klimawandel, Biodiversität und Ressourcen. Als Grundlage für die retrospektive Anpassung dienten eine für den Konzern durchgeführte Risikoanalyse, die im Geschäftsjahr erstmals mittels Aqueduct Risk Atlas des World Resources Institute durchgeführt wurde und die bestehende Analysemethoden tiefergehend spezifiziert, ebenso wie die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Bereich der Wasserinfrastruktur. Wasser ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine zentrale Ressource. Insbesondere in der Baustoffproduktion wird Wasser dauerhaft gebunden und somit verbraucht. Innovative Geschäftsfelder wie Wasseraufbereitungsanlagen und Schwammstadt-Konzepte bieten strategische Wachstumschancen für STRABAG.

Die Anwendung der Methodik der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde in diesem Jahr weiter präzisiert. Im Vergleich zum Vorjahr werden daher themenübergreifend zahlreiche ursprünglich identifizierte positive Auswirkungen nicht mehr ausgewiesen. Als wesentlich erweisen sich nun IROs im Zusammenhang mit Wasser. Darüber hinaus führten sprachliche Präzisierungen zu weiteren geringfügigen Anpassungen an den IROs gegenüber dem Vorjahr.

Die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse für alle wesentlichen Themen sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen.

Beschreibung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Relevante Zeithorizonte

Lokalisierung in Wertschöpfungskette

Nachhaltigkeitsaspekt

E1 Klimawandel

Tatsächliche negative Auswirkung

Hohes Treibhausgaspotenzial durch den Einsatz fossiler Energieträger

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Energie

Risiko

Volatile Energiekosten

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert

Energie

Risiko

Klimawandelbedingte Extremwettereignisse und damit verbundene Schäden an Anlagevermögen, eingeschränkte Produktionskapazitäten, Lieferengpässe, Bauzeitverzögerungen

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert

Anpassung an den Klimawandel

Risiko

Erhöhte Anforderungen und Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert

Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz

Chance

Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Energie

Chance

Produktion und Nutzung eigenerzeugter, erneuerbarer Energie

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Energie

Chance

Entwicklung neuer Geschäftsfelder

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz

E3 Wasser und marine Ressourcen

Tatsächliche negative Auswirkung

Dauerhafte Bindung von Wasser in Bauprodukten

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert, Eigene Aktivitäten

Wasserverbrauch

Chance

Geschäftsfeldentwicklung im Bereich wasserbezogener Leistungen, z. B. Planung und Errichtung von (Trink-)Wasseraufbereitungsanlagen sowie stadtklimatischer Maßnahmen im Sinne der Schwammstadt-Konzeption

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Wasserverbrauch

E4 Biodiversität

Tatsächliche negative Auswirkung

Negative Beeinflussung der Biodiversität und Ökosysteme durch Rohstoffabbau, CO2e-Emissionen im Bauprozess und Flächenversiegelung

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts

Tatsächliche negative Auswirkung

Verringerung der Rohstoffverfügbarkeit durch den Abbau endlicher Rohstoffe

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert

Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen

Risiko

Neuevaluierung von Lieferant:innen zur Erfüllung von Regulierungen

Kurzfristig

Vorgelagert

Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen

Chance

Zuschlag für Bauprojekte mit Biodiversitäts- und Bodenverbesserungsmaßnahmen, die über gesetzliche Anforderungen hinausgehen

Kurz-, mittel- und langfristig

Vorgelagert

Auswirkungen auf den Zustand der Arten

Chance

Entwicklung und Ausbau von biodiversitäts- und flächenschonenden Geschäftsmodellen wie Renaturierungs- und Sanierungsprojekte

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen

E5 Kreislaufwirtschaft und Ressourcen

Tatsächliche negative Auswirkung

Hoher Einsatz von nicht nachwachsenden Rohstoffen

Langfristig

Eigene Aktivitäten

Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung

Tatsächliche negative Auswirkung

Verlust von Rohstoffen durch Deponierungen und fehlende Möglichkeiten zum Recycling

Kurz-, mittel- und langfristig

Nachgelagert

Abfälle

Potenzielle negative Auswirkung

Gefährdungspotenzial für Umwelt und Mensch durch gefährliche Eigenschaften von Abfällen

Kurz- mittel- und langfristig

Nachgelagert

Abfälle

Potenzielle positive Auswirkung

Beitrag zur Ressourceneffizienz durch kontinuierlich wachsende anthropogene Materiallager

Kurz-, mittel- und langfristig

Nachgelagert

Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen

Risiko

Steigende Preise und mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen

Langfristig

Vorgelagert

Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung

Risiko

Vielseitige Anforderungen zu nachhaltig betriebenen Bauwerken infolge regulatorischer Vorgaben

Langfristig

Vorgelagert

Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen

Risiko

Strengere Anforderungen an das Abfallmanagement

Langfristig

Vorgelagert

Abfälle

Chance

Steigende Einnahmen und neue Geschäftsfelder durch den Verkauf und den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen

Langfristig

Eigene Aktivitäten

Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung

Chance

Aufbau von Kompetenzen und Dienstleistungen im Bereich selektiver Rückbau, Materialwissenschaft und Kreislaufwirtschaft

Langfristig

Eigene Aktivitäten

Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen

Chance

Steigende Einnahmen durch Recycling-Baustoffe, Deponierung von Abfällen und Deponiebau

Kurz-, mittel- und langfristig

Nachgelagert

Abfälle

S1 Eigene Belegschaft

Potenzielle negative Auswirkung

Auftreten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Arbeitsbedingungen

Tatsächliche positive Auswirkung

Weiterentwicklungs- und Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Arbeitsbedingungen

Tatsächliche positive Auswirkung

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für Mitarbeitende

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Arbeitsbedingungen

Risiko

Ausfall von Arbeitskräften aufgrund von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Arbeitsbedingungen

Chance

Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Arbeitgeberattraktivität durch Weiterentwicklungs- und Qualifizierungsangebote

Langfristig

Eigene Aktivitäten

Arbeitsbedingungen; Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Chance

Diversität in den Teams

Kurz-, mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

Potenzielle negative Auswirkung

Auftreten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Kurz- mittel- und langfristig

Vorgelagert

Arbeitsbedingungen

Potenzielle negative Auswirkung

Verstöße gegen Menschenrechte in Form von Zwangsarbeit, Arbeitszeitverletzungen, Verstöße gegen Arbeitszeiten und vorenthaltene Lohnauszahlungen

Kurz- mittel- und langfristig

Vorgelagert

Arbeitsbedingungen; sonstige arbeitsbezogene Rechte

Risiko

Umsatzeinbußen und Reputationsschäden durch strafrechtliche Anklagen

Kurz- mittel- und langfristig

Vorgelagert

Sonstige arbeitsbezogene Rechte

S3 Betroffene Gemeinschaften

Potenzielle negative Auswirkung

Beeinträchtigung natürlicher Lebensgrundlagen durch Rohstoffabbau und Durchführung von Bauprojekten

Langfristig

Vorgelagert, Eigene Aktivitäten

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften

Risiko

Entstehung von Landnutzungskonflikten und damit Einschränkungen der Bauprojekte

Kurz- mittel- und langfristig

Vorgelagert

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften

Risiko

Umsatzeinbußen und Reputationsschäden durch strafrechtliche Anklagen

Kurzfristig

Eigene Aktivitäten

Bürgerrechte und politische Rechte von Gemeinschaften; Rechte indigener Völker

Chance

Schaffen einer Infrastruktur zur Inklusion von lokalen Gemeinschaften

Kurz- mittel- und langfristig

Nachgelagert

Angemessene Unterbringung

G1 Unternehmenspolitik

Tatsächliche negative Auswirkung

Negative Beeinflussung des Fairen Wettbewerbs durch Fehlverhalten

Kurz- mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Korruption und Bestechung

Tatsächliche positive Auswirkung

Festlegung von Mindeststandards in Bezug auf Unternehmenskultur mittels Kodizes (Code of Conduct, Lieferantenkodex)

Kurz- mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Unternehmenskultur

Risiko

Ausfall von potenziellen Lieferunternehmen aufgrund von Sanktionsgesetzgebung

Kurzfristig

Vorgelagert

Management der Beziehungen zu Lieferant:innen, einschließlich Zahlungspraktiken

Risiko

Strafzahlungen bei Fehlverhalten

Kurz- mittel- und langfristig

Eigene Aktivitäten

Korruption und Bestechung

Für die oben angeführten Themen und Sub-Themen, die durch die ESRS vorgegeben sind, hat STRABAG wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert. Diese werden in eigenen Themenkapiteln näher ausgeführt und sind durch die Angabepflicht der ESRS abgedeckt. Es wird auch erläutert, welche Konsequenzen sich daraus auf das Geschäftsmodell und die Strategie ergeben und welche Maßnahmen STRABAG setzt, um negative Auswirkungen und Risiken zu minimieren, sowie um positive Auswirkungen und Chancen auszuschöpfen.

Identifizierte ESG-Risiken werden durch langfristige Maßnahmen gezielt gesteuert und in die strategische Unternehmensführung integriert. Die Resilienz des Geschäftsmodells von STRABAG basiert auf der Berücksichtigung wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Wertschöpfungskette. Im Umweltbereich tragen insbesondere die konzernweiten Dekarbonisierungsmaßnahmen, der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie der Ausbau von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz im Bauwesen zur langfristigen Anpassungsfähigkeit bei. Auf sozialer Ebene wird die Widerstandsfähigkeit durch die Bewältigung des Fachkräftemangels, ein präventives Managementsystem zur Sicherstellung von Arbeitssicherheit und Gesundheit sowie die verantwortungsvolle Gestaltung von Lieferketten gestärkt. Ergänzend unterstützt eine verantwortungsvolle Unternehmensführung mit klaren Governance‑Strukturen die Stabilität des Geschäftsmodells.

Neben der strategischen Verankerung von Nachhaltigkeit bei STRABAG eröffnen globale Megatrends – insbesondere die zunehmende Urbanisierung und die Auswirkungen des Klimawandels – langfristige Wachstumschancen und stärken zugleich die Resilienz des Geschäftsmodells. Die fortschreitende Urbanisierung führt zu einem strukturell steigenden Bedarf an neuer sowie modernisierter Infrastruktur. Zugleich erfordert der Klimawandel umfassende Investitionen in energetische Sanierungen, den Ausbau energiebezogener Infrastrukturen sowie in Schutz- und Anpassungsbauwerke. Insgesamt ist daher von einer nachhaltig stabilen Nachfrage seitens der Auftraggeber auszugehen, die die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegenüber konjunkturellen Schwankungen weiter erhöht.

Die strategische Verankerung von Nachhaltigkeit und eine breite Diversifikation bilden damit die Grundlage für ein resilientes Geschäftsmodell, um Risiken wirksam zu adressieren und gezielt Wachstumschancen zu nutzen.

Jährliche Prüfung der Wesentlichkeit

Das Thema E2 – Verschmutzung wird aktuell für unwesentlich bewertet. Es wird anerkannt, dass die Umweltthemen in Wechselwirkung zueinander stehen und vor allem die Klimakrise andere ökologische und soziale Herausforderungen bedingt und verstärkt. Ebenfalls als unwesentlich eingestuft wurde das Thema S4Endnutzer:innen und Konsument:innen. Die Produktsicherheit von Gebäuden wird durch umfassende gesetzliche Vorgaben sowie baurechtliche Standards sichergestellt. STRABAG bietet spezialisierte Dienstleistungen wie Schadstoffprüfungen und Produktmanagement an, etwa im Rahmen der EU-Taxonomie-Prüfung oder durch Kooperationen mit Partner:innen wie bauXund, um potenzielle Risiken für Nutzer:innen gezielt zu minimieren.

Im Berichtsjahr hat STRABAG keine wesentlichen unternehmensspezifischen Themen identifiziert.

Index

Liste der Angabepflichten

Referenz

ESRS 2 Allgemeine Angaben

BP-1

Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen

Über diesen Bericht

BP-2

Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen

Über diesen Bericht

GOV-1

Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Nachhaltigkeitsmanagement

GOV-2

Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Nachhaltigkeitsmanagement

GOV-3

Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Nachhaltigkeitsmanagement

GOV-4

Erklärung zur Sorgfaltspflicht

Nachhaltigkeitsmanagement

GOV-5

Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-1

Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-2

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-3

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Auswirkungen, Risiken und Chancen; Klimawandel; Wasser und marine Ressourcen; Biodiversität; Kreislaufwirtschaft; Eigene Belegschaft; Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette; Betroffene Gemeinschaften; Unternehmensführung

IRO-1

Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Auswirkungen, Risiken und Chancen

IRO-2

In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten

Appendix B

ESRS E1 Klimawandel

GOV-3

Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-3

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Klimawandel

IRO-1

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Auswirkungen, Risiken und Chancen

E1-1

Übergangsplan für den Klimaschutz

Klimawandel

E1-2

Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Klimawandel

E1-3

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten

Klimawandel

E1-4

Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Klimawandel

E1-5

Energieverbrauch und Energiemix

Klimawandel

E1-6

THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

Klimawandel

E1-7

Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate

Klimawandel

E1-8

Interne CO2-Bepreisung

Klimawandel

ESRS E3 Wasser und marine Ressourcen

SBM-3

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Wasser und marine Ressourcen

IRO-1

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser und marinen Ressourcen

Auswirkungen, Risiken und Chancen

E3-1

Konzepte im Zusammenhang mit Wasser und marinen Ressourcen

Wasser und marine Ressourcen

E3-2

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser und marinen Ressourcen

Wasser und marine Ressourcen

E3-3

Ziele im Zusammenhang mit Wasser und marinen Ressourcen

Wasser und marine Ressourcen

E3-4

Wasserverbrauch

Wasser und marine Ressourcen

ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

SBM-3

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Biodiversität und Ökosysteme

IRO-1

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Auswirkungen, Risiken und Chancen

E4-1

Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell

Biodiversität und Ökosysteme

E4-2

Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Biodiversität und Ökosysteme

E4-3

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Biodiversität und Ökosysteme

E4-4

Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Biodiversität und Ökosysteme

E4-5

Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen

Biodiversität und Ökosysteme

ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

IRO-1

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Auswirkungen, Risiken und Chancen

E5-1

Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft

E5-2

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft

E5-3

Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft

E5-4

Ressourcenzuflüsse

Kreislaufwirtschaft

E5-5

Ressourcenabflüsse

Kreislaufwirtschaft

ESRS S1 Eigene Belegschaft

SBM-2

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-3

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Eigene Belegschaft

S1-1

Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens

Eigene Belegschaft; Unsere soziale Verantwortung

S1-2

Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertreter:innen in Bezug auf Auswirkungen

Eigene Belegschaft

S1-3

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können

Eigene Belegschaft

S1-4

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Eigene Belegschaft

S1-5

Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Eigene Belegschaft

S1-6

Merkmale der Arbeitnehmenden des Unternehmens

Eigene Belegschaft

S1-8

Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog

Eigene Belegschaft

S1-9

Diversitätskennzahlen

Eigene Belegschaft

S1-10

Angemessene Entlohnung

Eigene Belegschaft

S1-13

Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Eigene Belegschaft

S1-14

Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit

Eigene Belegschaft

S1-16

Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)

Eigene Belegschaft

S1-17

Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Eigene Belegschaft

ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

SBM-2

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-3

Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-1

Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette; Unsere soziale Verantwortung

S2-2

Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-3

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-4

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-5

Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften

SBM-2

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Nachhaltigkeitsmanagement

SBM-3

Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Betroffene Gemeinschaften

S3-1

Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften

Betroffene Gemeinschaften; Unsere soziale Verantwortung

S3-2

Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen

Betroffene Gemeinschaften

S3-3

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können

Betroffene Gemeinschaften

S3-4

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Betroffene Gemeinschaften

S3-5

Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Betroffene Gemeinschaften

ESRS G1 Unternehmensführung

GOV-1

Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Nachhaltigkeitsmanagement

IRO-1

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Auswirkungen, Risiken und Chancen

G1-1

Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung

Unternehmensführung

G1-2

Management der Beziehungen zu Lieferant:innen

Unternehmensführung

G1-3

Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung

Unternehmensführung

G1-4

Korruptions- oder Bestechungsfälle

Unternehmensführung

G1-5

Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten

Unternehmensführung

G1-6

Zahlungspraktiken

Unternehmensführung