Angaben zur Aktionärsstruktur
Hinsichtlich der Aktionärsstruktur sowie der im Zusammenhang mit der Minderheitsaktionärin MKAO „Rasperia Trading Limited“ („Rasperia“) bestehenden Sanktionsmaßnahmen wird ergänzend auf die Ausführungen im Konzernabschluss zum 31.12.2025 verwiesen.
Aufgrund der gegen Rasperia verhängten Sanktionen und des weiterhin bestehenden Asset Freeze kann Rasperia unverändert keine Aktionärsrechte ausüben, insbesondere nicht an Hauptversammlungen der STRABAG SE teilnehmen oder Stimmrechte ausüben. Diese Rechtsauffassung wurde zwischenzeitlich durch ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union bestätigt.
In der Hauptversammlung vom 12.6.2026 wurde eine Dividende in Höhe von € 2,90 je Aktie beschlossen. Da die Dividendenansprüche aus den von MKAO „Rasperia Trading Limited“ gehaltenen Aktien eingefroren sind, wurde die auf Rasperia entfallende Dividende (abzüglich der Kapitalertragsteuer) in Höhe von T€ 59.921 wie im Vorjahr nicht ausbezahlt. Zum 30.6.2026 sind daher nicht ausbezahlte Dividendenansprüche in Höhe von T€ 239.685 (31.12.2025: T€ 179.764), sowie die Ansprüche aus der Kapitalherabsetzung in Höhe von T€ 257.925 (31.12.2025: T€ 257.925) als sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen.
Aus den Vorjahren sind weiterhin ein Anfechtungsverfahren betreffend Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung 2022 sowie ein Nachprüfungsverfahren vor der Übernahmekommission im Zusammenhang mit dem Pflichtangebot aus dem Jahr 2022 anhängig.
In den von Rasperia in der Russischen Föderation geführten Verfahren sind rechtskräftige Entscheidungen zugunsten von Rasperia getroffen worden. Die Rasperia zugesprochenen Beträge wurden bei der AO Raiffeisenbank in Russland eingehoben.
Im ersten Halbjahr 2026 brachte Rasperia vor dem Handelsgericht in Kaliningrad eine Klage gegen die STRABAG SE, mehrere Konzerngesellschaften sowie weitere Beklagte ein. Gegenstand der Klage war eine von einem russischen Gericht Rasperia zugesprochene Forderung, mit der Rasperia im Ausmaß von rund € 29 Mio. Zugriff auf bestimmte russische Vermögenswerte und Beteiligungen der Beklagten erzielen wollte. Das Kaliningrader Handelsgericht hat Ende Juli 2026 auf Antrag von Rasperia das betreffende Verfahren allerdings zwischenzeitig eingestellt, wobei die diesbezügliche Entscheidung noch keine Rechtskraft erlangt hat.